Regionale Hilfe

BILD: WERNER KRÜPER

 

Ambulante Begleitung bei schwerer Krankheit und Trauer

Der Ambulante Hospizdienst Oldenburg begleitet seit 1994 Sterbende und deren Angehörige vorrangig zu Hause in gewohnter Umgebung.

Dabei kann das Ausmaß der Begleitung sehr unterschiedlich sein. Von der Bereitstellung einer Kontaktadresse bis hin zu täglichen Besuchen. Neben der ehrenamtlichen Begleitung ist ein zentrales Angebot die Palliativberatung und die Koordinierung der Pflege- und Betreuungssituation durch Fachkräfte des Ambulanten Hospizdienstes und des Ambulanten Kinderhospizdienstes.

Entlasten und ermutigen

Die ehrenamtlich Mitarbeitenden übernehmen die Aufgabe der psycho-sozialen Begleitung, der Entlastung und Ermutigung zur Stärkung der eigenen Handlungsfähigkeit. Sie nehmen sich Zeit für die Menschen, hören ihnen zu, sprechen oder schweigen mit ihnen und helfen dabei, die Bedürfnisse und Wünsche zu erfüllen und ihre Hoffnungen und Ängste mit zu tragen. Sie bieten Hilfe und Begleitung beim Abschiednehmen und in der Trauer. Im Hospizdienst gibt es die Möglichkeit, die umfangreiche Bibliothek einzusehen und Einzel- oder Familiengespräche zu führen.

Ein Anruf genügt

Um Unterstützung zu erhalten, genügt ein Anruf im Hospizdienst. Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung. Ein Erstbesuch wird verabredet und gemeinsam besprochen, in welchem Umfang Besuche gewünscht und möglich sind. Für Krisensituationen hält der Dienst eine Rufbereitschaft rund um die Uhr mit Palliativ Care-Fachkräften vor. Der Ambulante Hospizdienst und der Ambulante Kinderhospizdienst arbeiten eng mit anderen Organisationen und Einrichtungen der Pflege und Besuchsdiensten zusammen, um für den Einzelnen die richtige Hilfe anbieten zu können. Zurzeit sind 140 Ehrenamtliche im Ambulanten Hospizdienst aktiv und schenken Ihre Zeit denjenigen, die Sie brauchen.

Kontakt: 
Stiftung Evangelischer Hospizdienst Oldenburg, Tel.: 0441/770346-0, www.hospizdienst- oldenburg.de

Bürodienste:
Das Büro des Ambulanten Hospizdienstes, Haareneschstraße 62 in Oldenburg, ist von Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Während der Bürozeit steht Interessierten und Ehrenamtlichen die Bibliothek zur Verfügung.

Bürozeiten für den Ambulanten Kinderhospizdienst sind Montag, 13-17 Uhr, und Dienstag, 9-12 Uhr.

Weitere Termin für Hausbesuche und Beratung, Absprache nach Bedarf.

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BILD: JULIA GRIMM

 

Trauer und Freude sind wie Geschwister

Juliane Kallusky und Karen Wauschkuhn begleiten die Familien im Kinder- und Jugendhospiz Wilhelmshaven.

Die Diagnose kommt unerwartet, für die Familien bleibt die Erde abrupt stehen – nur für alle anderen dreht sie sich weiter. Familien mit unheilbar erkrankten Kindern benötigen Hilfe, um mit der Diagnose und dem bevorstehenden Tod des Kindes zurechtzukommen.

In Einrichtungen für schwerstkranke Kinder und Jugendliche suchen Pädagogen und Therapeuten mit den Eltern und Geschwisterkindern nach Wegen, das Leben und den Alltag zu erleichtern. Zu den Helfern zählen auch die Diplompädagogin Karen Wauschkuhn und die systemische Familientherapeutin Juliane Kallusky aus dem Angelika Reichelt Kinder- und Jugendhospiz Joshuas Engelreich in Wilhelmshaven.

 

Von Hoffnung und Zuversicht getragen

Im Alltag stehen sie den Familien beratend bei medizinischen Entscheidungen bei und begleiten sie vom ersten Tag an bis zum Tod des Kindes – und auch in der Zeit danach. „Die Eltern wissen, dass ihr Kind irgendwann sterben wird, gleichzeitig haben sie aber auch Hoffnung und Zuversicht“, sagt Karen Wauschkuhn. In das Wilhelmshavener Kinder- und Jugendhospiz der mission:lebenshaus gGmbH kommen Eltern mit ihren gesunden und erkrankten Kindern, um eine Auszeit vom Alltag zu nehmen, der sich fast ausschließlich um das erkrankte Kind dreht. Tritt die letzte Lebensphase ein oder verschlechtert sich der Gesundheitszustand, versuchen sie, die Situation zu erleichtern. „Das kann durch Verwandte, den Glauben oder Rituale, wie das Anzünden einer Kerze, sein“, sagt Karen Wauschkuhn. Schon eine kleine geglückte Hilfestellung bei den Familien gibt ihnen die Kraft, den Familien auch in Zukunt als Fels in der Brandung zur Seite zu stehen.

 

Beziehung nach Abschied neu gestalten

Beim Umgang mit der Trauer gebe es kein richtig oder falsch, beide Frauen helfen den Hinterbliebenen dabei, den Abschied zu gestalten und die Geschwisterkinder mit einzubeziehen. „Nach dem Tod müssen die Eltern lernen, die Beziehung zum verstorbenen Kind so zu gestalten, dass es zwar im Leben integriert ist, aber nicht den vorherrschenden Platz einnimmt“, erklärt Juliane Kallusky.

Angelika Reichelt Kinder- und Jugendhospiz Joshuas Engelreich

Weitere Informationen: mission:lebenshaus gGmbh,
Kurt-Schumacher-Straße 241, 26389 Wilhelmshaven
Telefon 04421- 96 60 00, Fax 04421- 96 60 02-7
Hospizleiterin Irene Müller
info.wilhelmshaven@mission-lebenshaus.de
 

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Abschluss der Vorbereitungsschulung zur/zum Familienbegleiter*in in der Ambulanten Kinder-und Jugendhospizarbeit

11 EHRENAMTLICHE Hospizbegleiter*innen  haben Mitte November 2016 eine lange Vorbereitungsschulung zur Familienbegleitung in der ambulanten Kinderhospizarbeit, der Stiftung Hospizdienst Oldenburg, abgeschlossen.

Während der intensiven Schulung wurden die Teilnehmer*innen auf spezielle Fragen der Familienbegleitung, der Auseinandersetzung mit Krankheit, Sterben, Tod und Trauer, vorbereitet.

Die Teilnehmer*innen kommen aus den Ambulanten Hospizdiensten Ammerland, Friesoythe, Varel und Oldenburg.

Viele der Hospizbegleiter*innen sind bereits in eine Familienbegleitung eingebunden und unterstützen zu Hause, im vertrauten Umfeld oder im Krankenhaus Familien mit lebensbedrohlich oder lebensverkürzend erkrankten Kindern und Jugendlichen.

Im Frühjahr beginnt wieder ein Vorbereitungskurs zur ehrenamtlichen Familienbegleitung in der Ambulanten Kinderhospizarbeit für Oldenburg und das Oldenburger Umland.

So wächst das Angebot für Familien auch in der Region Weser-Ems stetig weiter.

Wir danken allen Ehrenamtlichen herzlich für Ihr Engagement!

Simone Dunai
Lucia Loimayr-Wieland
(Koordinatorinnen des Ambulanten Kinderhospizdienstes Oldenburg)

 

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Hospizhilfe Wildeshausen

Ansprechpartnerin Frau Ursula Meyer-Sperling
Telefon 0 44 31 / 7 17 17

E-Mail:  kontakt@hospizhilfe-wildeshausen.de

Veranstaltungen in Zusammenarbeit zwischen der VHS und der Hospizhilfe Wildeshausen e. V.
Abschied, Sterben und Trauer begleiten den Alltag in Pflege- und Hospizeinrichtungen. Wie Bewohner, Angehörige und Mitarbeiter damit umgehen, soll in folgenden Veranstaltungen Thema sein.
Hinweis: Die Vorträge/Veranstaltungen sind kostenlos und dauern in der Regel drei Unterrichtsstunden. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Gesprächskreis für trauernde Angehörige unter fachkundiger Leitung:
an jedem 1. Dienstag im Monat
von 19.30 - 21.00 Uhr
im Krankenhaus Johanneum.

Bitte melden Sie sich dort an der Pforte.

 

 

 

Autor: NWZ Trauer.de
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