Bernhard Wendeln

Bernhard Wendeln

* 14.09.1941
† 20.01.2020
Erstellt von NWZ Online
Angelegt am 22.01.2020
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Nordwest-Zeitung

vom 24.01.2020

Gedenkkerze

Helga Enneking

Entzündet am 23.01.2020 um 02:19 Uhr

Liebe Ulla, mit Trauer erfüllt mich der Tod von Deinem lieben Mann , Berni. Du wirst ihn sehr vermissen . Er wird mir immer als fröhlicher, lieber Freund in Erinnerung bleiben. Ich danke Euch beiden für die schöne Zeit, die wir zusammen verbringen durften. Ich wünsche ihm die ewige Ruhe. Helga

Nordwest-Zeitung

vom 23.01.2020

Trauer Um Garreler Unternehmer

22.01.2020 um 08:08 Uhr von NWZ

 

Bäckerei-Legende Bernhard Wendeln gestorben

Namen wie Golden Toast, Wendelns Bestes, Peter und Paul und zuletzt Lieken Urkorn sind buchstäblich in aller Munde: Der Aufstieg der Großbäckerei Wendeln war auch mit seinem Namen verbunden.

Eine der großen Unternehmerpersönlichkeiten des Oldenburger Landes, Bernhard Wendeln, ist tot. Der Garreler starb nach längerer Krankheit am Montag im Alter von 78 Jahren. Mit seinem Namen eng verbunden ist die Erfolgsgeschichte der Großbäckerei Wendeln. Wirtschaftlicher Wagemut, aber auch Respekt gegenüber und Verbundenheit mit der Gemeinde prägten den Unternehmer. Die Familie verliert einen „starken, großzügigen und lebensfrohen Mann, Vater und Opa“, heißt es in der Traueranzeige.

Die Bäckerei Wendeln wurde 1919 von Bernhard und Antonia Wendeln gegründet. 1934 entstand am Garreler Produktionsstandort eine Schwarzbrotbäckerei. Ab 1950 wurde nicht mehr nur Schwarzbrot gebacken, Graubrot kam hinzu. Mit der Produktion wurde auch ein Frischdienst aufgebaut, der täglich kleine Kolonialwarengeschäfte mit Wendeln-Brot versorgte.

Stetig wuchs die Bäckerei weiter, die seit 1960 von den Söhnen Paul und Bernd weitergeführt wurde. Sie kauften schon zwei Jahre später die erste Bäckerei hinzu, die Bäckerei Ammermann in Varel. Die Entwicklung nahm an Fahrt auf, und 1965 wurde die Bäckerei in Garrel neu gebaut. Hatte zunächst der ältere Bruder Paul die Geschäfte alleinverantwortlich geführt, stieß 1966 auch Bruder Bernhard in die Geschäftsleitung, im übrigen der einzige gelernte Bäcker der Familie Wendeln. Bernhard übernahm Verantwortung für den Backbetrieb und den Einkauf.

1970 wurde mit Cebulla eine Großbäckerei übernommen. Weitere Zukäufe sorgen dafür, dass der Name Wendeln-Brot in den 1980er Jahren fast in ganz Deutschland vertreten war. Namen wie Golden Toast, Wendelns Bestes, Peter und Paul und zuletzt Lieken Urkorn waren buchstäblich in aller Munde – und sind es bis heute.

Mit dem Fall der Mauer erschlossen sich die Wendeln-Brüder mit Unterstützung der Geschäftsführer und Teilhaber Klaus Ostendorf, Aloys Kläne und Karl Schubert auch den Osten der Republik. Zeitweise arbeiten mehr als 10.000 Frauen und Männer für die Wendeln-Gruppe. Wendeln war zum Marktführer für verpackte Brote geworden.

Am 1. Januar 2000 übernahm Heiner Kamps zusätzlich zu seinem 1982 gegründeten Filialgeschäft die Wendeln-Gruppe – kein leichter Schritt für die Wendeln-Brüder, wie zu vernehmen war. Die wirtschaftliche Vernunft obsiegte aber. Bei Wendeln waren zu diesem Zeitpunkt 7130 Mitarbeiter beschäftigt, davon 3600 im Vertrieb. Das Unternehmen peilte für das Jahr 2000 einen Umsatz von zwei Milliarden DM an. Mit dem Verkauf zogen sich die Wendeln-Brüder aus dem aktiven Brot-Geschäft zurück.

Seither stehen in der Chronologie des Unternehmen, aus kleinen Anfängen im beschaulichen Garrel gegründet, mehrere Besitzerwechsel, bis letztlich der tschechische Agrofert-Konzern den Produktionsstandort in Garrel aufgab. Auch wenn der Name Bernhard Wendeln vor allem mit der Bäckerei in Verbindung steht, ist der Landhandel, 1919 gegründet und 1989 wirtschaftlich ausgelagert, doch viel älter.

Die Jagd, der Golfsport und Oldtimer zählten zu den großen Hobbys des Garrelers. Auch an einigen Oldtimer-Rallyes nahm er teil.

Mit der Gemeinde trauern Ehefrau Ulla, zwei Kinder und drei Enkel.

Gedenkkerze

NWZTrauer.de

Entzündet am 22.01.2020 um 08:03 Uhr
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