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Über den Trauerfall (2)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Detlef Knechtel, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Dem Dorf Dötlingen stets eng verbunden gewesen
NACHRUF Geschäftsmann und Mäzen Detlef Knechtel im Alter von 99 Jahren in Wildeshausen gestorben
PETER KRATZMANN
DÖTLINGEN/WILDESHAUSEN Den 100. Geburtstag in diesem Jahr zu feiern, das war Detlef Knechtel nicht mehr vergönnt. Am Montag verstarb der geborene Bremer in Wildeshausen im Alter von 99 Jahren. Am 27. November 2021 wäre er 100 Jahre alt geworden. In Dötlingen am „Lerchenstieg“ in den Goldbergen verbrachte der erfolgreiche Geschäftsmann und Mäzen vieler Projekte seinen Lebensabend. Dötlingen war für ihn eine Heimat geworden, die er schon im Kindesalter zu lieben gelernt hatte.
Immer ein Ohr für die Angelegenheiten im Dorf, für Land und Leute und für die Kultur und Kunst, verbanden Knechtel mit Dötlingen bis zuletzt. Damit stand er im engen Kontakt mit der Dötlingen-Stiftung, die immer wieder auf seine Hilfe zählen konnte.
1,5-Millionen-Offerte
Nur einmal, als er eine Spende von 1,5 Millionen Euro für eine Stätte der Kunst (Kulturpavillon) und damit für ein drittes Projekt der Dötlingen-Stiftung in Aussicht stellte, fand er nicht ausreichend Gegenliebe. Eine örtliche Bürgerinitiative und Menschen, die seine großzügige Spende nach ihren Vorstellungen im Dorf verteilt sehen wollten, ließen Detlef Knechtel und seine Lebenspartnerin Katharina Sommer am Ende enttäuscht und resigniert von dem Förderprojekt Abstand nehmen.
Zuletzt war Detlef Knechtel mit seiner Partnerin in der Öffentlichkeit präsent, als er als Gastgeber das „Sommerkonzert auf dem Lerchenstieg“ in Dötlingen im August 2020 veranstaltete. Danach folgte der Umzug nach Wildeshausen. Dort ließen die Kräfte zunehmend nach.
Kindheitserinnerungen
Wer einmal mit Detlef Knechtel in einer gemütlichen Runde gesessen hat, der fand sich einem unterhaltsamen Gesprächspartner gegenüber. So wie zum Beispiel beim Besuch des Bürger- und Heimatvereins Dötlingen auf dem Knechtel-Anwesen im Juli 2014. Über 100 Dorfbewohner nahmen teil, erlebten nicht nur das einmalig schön gelegene Grundstück im Hunte-Urstromtal in den Goldbergen, sondern auch einen lebensbejahenden Detlef Knechtel.
1931 hatte der Vater das Land erstanden. Langwierige Verhandlungen gingen voraus, denn es war eine schwere Zeit. Knechtel beschrieb seine Erlebnisse als Zehnjähriger in Dötlingen als bleibende Erinnerung. So erzählte er vom Betrieb der Rieselwiesen. Die Hunte wurde damals regelmäßig aufgestaut. Die Kinder konnten im Huntewasser am Uferrand spielen und liegen, bis dann die Rieseleiwirtschaft eingestellt wurde.
Knechtel war ein sehr erfolgreicher Geschäftsmann, der unter anderem die Firma „moderne Bauelemente“ in Groß Mackenstedt zur Produktion von Türen und Fenstern sowie mehrere Baumärkte betrieb. Er gründete später die Detlef-Knechtel-Stiftung mit Sitz in seiner Geburtsstadt Bremen.
Knechtel engagierte sich auch stark im Golf-Club Wildeshauser Geest und unterstützte ihn.
www.nordwest-trauer.de
Mit 99 Jahren gestorben: Detlef Knechtel
BILD: KRATZMANN