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Über den Trauerfall (1)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Doris Gomilar, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Tiefe Trauer um Doris Gomilar
17.02.2010 um 17:10 UhrNachruf Leiterin der Niederdeutschen Bühne Brake stirbt im Alter von 48 Jahren
34 Jahre lang war Doris Gomilar aktives Mitglied der Bühne. Sie hat großen Anteil an dem guten Ruf der Bühne weit über die Stadtgrenzen hinaus.
Brake Doris Gomilar (48) ist am Dienstag überraschend verstorben. Der Tod der langjährigen Leiterin der Niederdeutschen Bühne hat bei Kollegen, Freunden und allen Akteuren vor und hinter der Bühne große Bestürzung und tiefe Trauer ausgelöst.
34 Jahre war Gomilar aktives Mitglied der Bühne, davon arbeitete sie 20 Jahre lang im Vorstand mit. Seit sechs Jahren leitete Doris Gomilar die Bühne. Vor ihr wurde die 1932 gegründete Niederdeutsche Bühne Brake (NDB) ausschließlich von Männern geleitet. Besondere Herausforderungen waren unter anderem die Aufführung des Freilichtmusicals „Eenmal na boben“ an der Kaje (2006) und das 75-jährige Bestehen der Bühne (2007). Unter ihrer Leitung wagte sich die Bühne auch an schwierige Stücke heran wie beispielsweise „Düsse letzte Sommer“.„Doris hat nicht nur die Geschehnisse der Bühne maßgeblich geprägt, sondern hatte auch großen Anteil daran, dass die Bühne Brake weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und beliebt ist“, schreiben die Bühnenmitglieder in einem Nachruf. Besonders wichtig waren ihr die Weihnachtsmärchen, um auch ein junges Publikum für das Theaterspiel zu interessieren. Sie selbst stand 1970 im Weihnachtsmärchen „Frau Holle“ zum ersten Mal auf der Bühne, ihre letzte Rolle war die Witwe Bolte im Weihnachtsmärchen „Max und Moritz“ im vergangenen Jahr. Doris Gomilar hat in 29 Stücken mitgewirkt – unter anderem in „Blinnekoh“, „Kiek mol wedder in“, „Opa ward verköfft“ und „Froonslü“ – und dabei über 400-mal auf der Bühne im BBZ-Forum gestanden. „Durch ihr natürliches und lebendiges Bühnenspiel hat sie den Zuschauern viel Freude und Entspannung gebracht und der niederdeutschen Sprache einen großen Dienst erwiesen“, heißt es in dem Nachruf weiter. Sie habe immer im Mittelpunkt der Bühnengemeinschaft gestanden. Deswegen verliere die Bühne nicht nur ihre Leiterin, sondern darüber hinaus auch „eine liebe Freundin“.
Eine ihrer letzten öffentlichen Amtshandlungen für die Niederdeutsche Bühne war am 28. Januar die Ehrung der 1111111. Besucherin einer Aufführung.
Doris Gomilar hinterlässt Mann und zwei Kinder. Die Trauerfeier beginnt am Freitag, 19. Februar, um 13 Uhr in der Bartholomäuskirche in Golzwarden.
Torsten Wewer