Gerold Schellstede

Gerold Schellstede

* 24.08.1939
† 31.12.2020
Erstellt von Nordwest Trauer
Angelegt am 05.01.2021
823 Besuche

Neueste Einträge (10)

Gedenkkerze

I.M.

Entzündet am 08.01.2021 um 22:42 Uhr

Du wirst immer in meinem Herzen sein. Ich erde Dich nie vergessen !!!

Gedenkkerze

INES

Entzündet am 08.01.2021 um 20:32 Uhr

In tiefer Trauer...mein aufrichtiges Beileid !

Gedenkkerze

Steffen Urbaniak

Entzündet am 08.01.2021 um 01:12 Uhr

Mein herzliches Beileid. Er hat für Großräschen so viel getan

Gedenkkerze

Katy

Entzündet am 06.01.2021 um 18:32 Uhr

Herzliche Beileid

06.01.2021 um 08:04 Uhr von NWZ

In Brandenburg war er ein Held

Gerold Schellstede verstorben – Unternehmer stammt aus Wiefelstede

von Daniel Kodalle

WIEFELSTEDE Möbel-Unternehmer, Hotelier, Kunstliebhaber, Betreiber eines Fälschermuseums, Träger des Brandenburger Landesordens und Präsident des VfB Oldenburg – all’ das sind Wegmarken des bewegten Lebens von Gerold Schellstede. Der aus Wiefelstede stammende Unternehmer ist am 31. Dezember 2020 im Alter von 81 Jahren verstorben.

„Es macht einfach Spaß“

„Es macht mir einfach Spaß“ begründete Schellstede 2007 die Entscheidung zu einem seiner unternehmerischen Abenteuer. Damals stand er kurz vor der Eröffnung des Vier-Sterne-Hauses Seehotel im brandenburgischen Großräschen. Herzstück des Hauses ist noch heute ein „Fälschermuseum“. „In meinem Haus war kein Platz mehr für Bilder“, so Schellstede seinerzeit. Heute hängen die über 100 Werke in den Hotelzimmern und Fluren. Gemälde-Kopien von Rubens und Vermeer sind darunter. Auch die „Mona Lisa“ ist dabei.

1991 nach Brandenburg

Die Gemeinde Großräschen war seit 1991 zumindest die unternehmerische Heimat von Gerold Schellstede. Damals war er dem Ruf der Treuhandanstalt gefolgt und hatte in Großräschen – zwischen Cottbus und Dresden – das staatliche Möbelzentrum „Merkur“ übernommen.

Der 2012 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnete Schellstede investierte über die Jahre etwa 18 Millionen Euro – und das ohne Subventionen, obwohl es die im Osten reichlich gab. Er wolle „nichts geschenkt“ haben, erläuterte Schellstede damals gegenüber unserer Zeitung.

Für seine Verdienste um die dortige Wirtschaft und sein soziales Engagement bekam er im Juni 2005 den Brandenburgischen Verdienstorden vom damaligen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) und wurde so zum Helden. Er habe „als „Entwicklungshelfer unser junges Land geprägt“, lobte Platzeck den Unternehmer.

Bereits vor 1991 hatte der Familienvater als ehemaliger Geschäftsführer von Maschal Möbel in Altjührden im Kreis Friesland und als Geschäftsführer des damals größten Polstermöbelhauses Europas in Hamburg Erfahrung in der Branche gesammelt.

Zeit beim VfB Oldenburg

Von 1983 bis 1986 war Gerold Schellstede zudem Präsident des VfB Oldenburg. Als eine „harte Zeit“ beschrieb Schellstede seine Präsidentschaft rückblickend. Zunächst bangte der VfB in der Amateur-Oberliga um den Klassenerhalt, dann wurde der Aufstieg in die zweite Bundesliga knapp verpasst. Zudem gab es große finanzielle Probleme. Er war entschiedener Gegner des Vorhabens, den traditionsreichen VfB-Platz an der Donnerschweer Straße zu verkaufen. Er konnte sich nicht durchsetzen, gab schließlich das VfB-Präsidium ab.

Weitere laden...