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Über den Trauerfall (1)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Holger Wohlleben, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Das Wohl Brakes war ihm eine Herzensangelegenheit
22.02.2013 um 17:57 Uhr
Ehrenvorsitzender Holger Wohlleben im Alter von 67 Jahren überraschend gestorben
Trauer um einen verdienten Braker: Im Alter von nur 67 Jahren ist am Donnerstag völlig überraschend Holger Wohlleben gestorben. Er war der Ehrenvorsitzende der Braker SPD, hat den Bürgerverein Brake-Harrien geleitet, engagierte sich leidenschaftlich für ein liebens- und lebenswertes Brake. Für seine Überzeugung und um sein Ziel zu erreichen, ging Wohlleben notfalls auch auf Konfrontationskurs.
Holger Wohlleben wurde am 2. Mai 1945 in Brake geboren. Nach seinem Schulbesuch absolvierte er eine Ausbildung zum Speditionskaufmann bei der Firma Karl Gross. Er war kurzfristig bei der EWE tätig, absolvierte anschließend die Sozialakademie in Dortmund und wurde Verwaltungsangestellter bei der Stadt Brake. Eine Qualifizierung für den gehobenen Dienst folgte.
1975 wechselte Wohlleben zur ÖTV. Er wurde zunächst Generalsekretär für die Wesermarsch, war dann im Bezirk Weser-Ems erst als stellvertretender Vorsitzender und dann ab 1987 als Vorsitzender für die Gewerkschaft tätig. 1996 wurde die Bremer Lagerhausgesellschaft Wohllebens Arbeitgeberin. Er war Arbeitsdirektor und Vorstandsmitglied der BLG und wurde so auch in Bremen zu einem bekannten Mann. Den früheren Bremer Bürgermeister Henning Scherf zählte Wohlleben zu seinen guten Bekannten.
Der SPD trat Holger Wohlleben 1968 bei. 1975 übernahm er den Vorsitz des Ortsvereins, den er bis 1997 innehatte. Nachdem er das Amt abgegeben hatte, wurde er zum Ehrenvorsitzenden der Braker SPD genannt. Mitglied im Stadtrat war Wohlleben nie. Von 1976 bis 1981 gehörte der Sozialdemokrat aber dem Kreistag an.
„Hoch verdient“ habe sich Holger Wohlleben gemacht, lobt der ehemalige SPD-Vorsitzende Ingo Logemann seinen langjährigen politischen Weggefährten. Als Gewerkschafter und Sozialdemokrat habe Wohlleben sich stets für die Belange der „kleinen Leute“ eingesetzt. Sein Leben sei geprägt gewesen von dem Kampf für Chancengleichheit, gerechte Löhne und eine vernünftige Arbeit für alle.
Zur SPD habe Holger Wohlleben stets loyal gestanden. Dabei habe er aber dennoch seine eigene Position vertreten – auch wenn das nicht die Position der Partei war. Dass die Braker Fußgängerzone wieder mit Leben erfüllt wird, war Wohlleben eine Herzensangelegenheit, ebenso wie die Erhaltung des Bahnhofs.
Holger Wohlleben sei aber nicht nur ein engagierter Gewerkschafter und Politiker gewesen, sondern, so Ingo Logemann, auch jemand, der für seine Freunde durch dick und dünn ging.