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Über den Trauerfall (1)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Joachim Wiesensee, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Ein Politiker mit faszinierender Lebensleistung
13.01.2010 um 23:17 UhrJoachim Wiesensee ist tot. Der Ehrenbürger der Stadt Elsfleth ist am Donnerstag nach längerer Krankheit im Alter von 74 Jahren verstorben.
Joachim Wiesensee hat sich mehr als 35 Jahre in der Politik engagiert. Zwei Jahre nach seinem Eintritt in die CDU wurde er 1974 in den Rat der Stadt Elsfleth gewählt, dem er bis zu seinem Tod angehörte. Die CDU-Ratsfraktion hat er in dieser Zeit insgesamt 20 Jahre lang geführt, von 1986 bis 1996 und seit 1999. In den Jahren von 1996 bis 1999 war er zudem ehrenamtlicher Bürgermeister von Elsfleth.
Als Wirtschafts- und Steuerberater hat er vor allem die Arbeit im Finanzausschuss geprägt, dem er seit 1974 ununterbrochen angehörte.
1986 wurde Joachim Wiesensee in den Niedersächsischen Landtag gewählt, wo er in vielen unterschiedlichen Funktionen sehr erfolgreich tätig war. Unter anderem war er Sprecher der CDU-Fraktion für Häfen und Schifffahrt sowie für Hochschulpolitik.
Neun Jahre lang leitete er zudem den Haushaltsausschuss des Landtags. Als eine der größten Leistungen in seiner Abgeordnetenzeit gilt der Neubau des Schiffsführungssimulators am Fachbereich Seefahrt in Elsfleth.
Nachdem vor allem die seemännische Berufsschule 1992 beinahe vor der Schließung stand, hat er den Mut und die Bereitschaft, die Ideen sowie die Standfestigkeit zur Neukonzeption gehabt.
Auch auf seine Initiative hin ist das Maritime Kompetenzzentrum entstanden; als Geschäftsführer hat er tatkräftig an der Umsetzung mitgearbeitet.
Am 23. Juni 2009 ist Joachim Wiesensee die Ehrenbürgerschaft der Stadt Elsfleth verliehen worden.
Wieseensees Tod löste reisiges Bedauern aus. "Ich bin persönlich unheimlich tief betroffen, schließlich habe ich Herrn Wiesensse schon 1961 kennen lernen dürfen. Ich habe ihn dienstlich sehr früh als überaus verlässlichen Partner schätzen gelernt", sagte Elsfleths Bürgermeister Diedrich Möhring. Wiesensees persönliche Lebensleistung verdiene allerhöchsten Respekt.
Sein Bedauern drückte der Erste Kreisrat des Landkreises Wesermarsch, Hans Kemmeries, aus. "Auch für den Landkreis war Herr Wiesensee eine überaus wichtiger Ansprechpartner, der mit seinen hervorragenden Kontakten - auch in Hannover - vieles möglich gemacht hat." Der Maritime Campus in Elsfleth werde immer mit dem Namen Wiesensee verbunden bleiben.
Erschüttert zeigte sich der Berner CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler: "Herr Wiesensee war ein väterlicher Freund für mich, der sich sehr zurückgenommen hat und im Auftreten immer sehr bescheiden war. Für mich war er ein großer Lehrmeister - besonders im Umgang mit den Menschen." Wiesensee habe sich nicht nur in Elsfleth und in der Wesermarsch, sondern in ganz Niedersachsen bleibende Verdienste erworben.