Profilbild Karin Tänzer

Karin Tänzer

* 11.08.1953
† 28.03.2016
Erstellt von NWZ Online
Angelegt am 02.04.2016
5.374 Besuche

Freunde auf diese Seite einladen

WERDEN SIE INHABER DIESER GEDENKSEITE UND VERWALTEN SIE DIESE.

Kondolenzen (1)

Sie können das Kondolenzbuch nutzen, um den Angehörigen Ihr Beileid zu bekunden, Ihrer eigenen Trauer Ausdruck zu verleihen oder um dem Verstorbenen einige letzte Worte des Abschieds mitzugeben.

Kondolenz

Frau Tänzer im Beichtstuhl

20.08.2021 um 18:39 Uhr von Benedictus „PapaRatze“ PP. XVI.

Benedictus „PapaRatze“ PP. XVI.

 

Frau Tänzer im Beichtstuhl...


Hier ist es schön dunkel, da hört uns keiner.

Wer gesündigt hat, der ist hier richtig.
Wer sündigen will, auch.

Sich bekreuzigend:

T: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“

B: „Gott, der unser Herz erleuchtet, schenke dir wahre Erkenntnis deiner Sünden und seiner Barmherzigkeit.“

T: „Amen.“

B: „Was trägst Du Schweres auf dem Herzen, Tochter?“

T: „Oh Vater, Ich malte euch vor langer Zeit, als Ihr noch Stellvertreter Gottes auf Erden wart, ein Bild für Euch und betete für Eure Erleuchtung.“

B: „Das ist sehr brav von Dir, treues Lamm Gottes. Und Wohlgefallen es mir bereitet hat (sich offensichtlich nicht erinnernd…).“

T: „Ich fürchte nur, Oh allmächtiger Hirte, Ihr habt mich gar nicht verstanden.“

B: „Das halte Ich für ausgeschlossen. Du bewegst dich auf gefährlicher Aue, Tochter. Und wisse: Nur weil Ich milde hütete, so bedeutet es nicht, dass Ich es nicht auch gestrenge tun kann, wenn es von Notwendigkeit ist. So kehre um, so lange es noch nicht zu spät ist!“

T: „Ich täte es so gerne, Oh Vater, doch habe Ich von der Frucht der Erkenntnis gekostet und bin aus dem Schoße der Kirche in die Dunkelheit und zurückgestoßen worden.“

B: „Kind, was Du da sprichst…erinnert mich…“

T: „Warum Euer Rücktritt, Vater? Ihr wart und seit bereits alt. Was hattet Ihr zu verlieren, was für ein Vermächtnis hättet Ihr hinterlassen können…wäre da nicht diese Eure Angst. Der Stellvertreter Gottes auf Erden ist ein erbärmlicher Feigling. Nicht zum ersten Mal, erinnert Euch an Papst Pius XII.!
Ein Feigling, durch und durch, und schöngeredet hat er sie sich und wurde sie von den Historikern, seine Feigheit!“

B: „Vorsicht, Tochter…wandle leicht und bedacht auf diesem dünnen Eise. Du hast keine Ahnung, wie tief du einbrechen kannst…“

T: „Würdet Ihr, Papam, nicht zustimmen der Aussage: Wenn die Wurzeln verdorben und verrottet sind, so kann kein starker, gesunder Baum bestehen. Oder: Wenn das Fundament auf Sand gebaut und die Struktur in sich nicht trägt, so hat die Kirche, die auf ihm steht, keinen Bestand.“

B: „Unterlasse diese ketzerischen, eristischen Tricks, Kind! Der Schoß der Mutter Kirche ist noch immer feucht und warm und fruchtbar!“

T: „Fruchtbar oder Furchtbar? Lassen Sie uns auf Pasolini zu sprechen kommen: Exegese in Bildern -warum eigentlich nicht? Bei dem Verständnis der „Katholischen Kirche“ von „Beichte“ ein durchaus kleiner, vertretbarer Frevel. Was Pasolini von der Beichte hielt, machte er doch in „Sálo“ sehr deutlich, wenn eure Heiligkeit meinen Ausführungen folgen können. Exkremente schmecken und riechen nicht dadurch besser, dass man sie Schokolade nennt, ein Grundsatz, der in der Beichte dauernd verletzt wurde und wird. Was sagen Vater zum Ende Pasolinis? Was zur Mafia, der Spiegelwelt der „Katholischen Kirche“:

Das „Gute“ von der Kanzel herab predigen, aber in weltlichen Dingen handlungsfähig bleiben, so wie es eure Kirche seit jeher gehalten hat. Furchtbares Ende, das Pasolini genommen hat, finden eure Heiligkeit nicht auch?“

B: „Ja, Furchtbar… Gaaanz furchtbar…in was für Zeiten wir leben müssen, dass dieser kurze, heftige Schmerz und die darauffolgende „Erlösung“ als „furchtbar“ bezeichnet wird.

T: „Warum haben sich Vater dann auf die Engelsburg zurückgezogen? Eure Tage sind doch eh gezählt, ein schwaches Flackern eures Lebenslichtes, kaum noch vernehmbar. Fürchtet Ihr euch vor den Kräften, die die Kirche korrumpierten und korrumpieren? Vor dem weichen Kissen, das euer Gesicht des Nachts aufsuchen könnte? Gibt es nicht schlimmere, tragischere Tode? Wo bleibt der Wille zum Martyrium? Was ist das nur für ein Bodenpersonal Gottes! Ich schäme mich so für eure Heiligkeit und die Kirche! Stalin soll gesagt haben: „Gott gründet eine Religion und der Teufel kommt auf die Erde, und organisiert sie!“

B: „So, jetzt reichts, mysteriöse Fremde, deren rechten Glauben Ich doch arg in Zweifel ziehen muss! Weiter so, und Ich muss hier mal meinen „Hexenhammer“ rausholen!

Ich gehe jetzt mal Glocke, Buch und Kerze suchen und Du bleibst brav hier und wartest!

Für Dein Leben auf dieser Erde gibt es eine 4-, nach Oberstufenstandard 4 Punkte, mein Kind.
Ich gehe davon aus, dass unsere Seelen sich nicht wiedertreffen werden!“