Checkliste: Für die Baumbestattung

Was es bei einer Baumbestattung zu beachten gibt

Senioren sind heute aktiver denn je, sie gestalten ihr Leben ganz bewusst nach ihren Wünschen. Auch beim letzten Weg möchten sie am liebsten nichts dem Zufall überlassen und die Modalitäten der eigenen Bestattung selbst bestimmen. Mit einer sogenannten Bestattungsvorsorge kann man bereits zu Lebzeiten den Rahmen klären und damit vor allem seine Angehörigen finanziell und organisatorisch entlasten.

Wahlfreiheit bei der Bestattungsform

Die Wahlfreiheit bei der Form der Bestattung wird dabei immer wichtiger – schließlich gibt es auch in Deutschland mehr und mehr Möglichkeiten. Man kann seine letzte Ruhestätte im Wald finden oder festlegen, dass die Urne mit der Asche dem Meer übergeben werden soll. Die Vorsorge für den Todesfall ist für Menschen, die sich für eine sehr individuelle Form des Gedenkens entscheiden, besonders wichtig.

Checkliste für den Bestattungswald

Wenn Sie in der freien Natur beigesetzt werden möchten, können Sie dafür schon zu Lebzeiten alles regeln. Diese Checkliste für den Todesfall hilft Ihnen mit 6 Tipps dabei, eine Beisetzung und eine individuelle Trauerfeier in einem Bestattungswald richtig vorzubereiten.

Tipp 1: Den Wald auf sich wirken lassen

Wir atmen freier und tiefer, kommen zur Ruhe und sinnieren: Diese Effekte eines Aufenthaltes im Wald sind auch wissenschaftlich bewiesen. Bei einer kostenlosen Führung können Sie sie auch in einem FriedWald oder alternativ einem RuheForst erleben – und sich zugleich mit dem Konzept einer Baumbestattung vertraut machen. Dabei stellt der Förster die unterschiedlichen Grabarten vor und beantwortet Fragen von Kosten bis zum Ablauf der Beisetzung.

Tipp 2: Den eigenen Baum auswählen

Im Bestattungswald können Sie sich den passenden Baum für Ihre Bestattung selbst auswählen. Möglich ist das jederzeit bei einem Spaziergang im Wald, wenn Sie sich die Baumnummer notieren und sich mit dieser beim Anbieter melden. Oder Sie lassen sich von einem Förster bei einem individuellen Termin zur Baumauswahl durch den Wald begleiten und passende Bäume zeigen.

Tipp 3: Die Ruhestätte erwerben

Ein Vertrag besiegelt den Erwerb der eigenen Ruhestätte. Als Nutzer werden Sie in das Baumregister eingetragen, Sie erhalten eine Urkunde über das Nutzungsrecht. Damit Sie Ihren Baum immer wiederfinden, bekommen Sie eine Baumkarte und einen Lageplan.

Tipp 4: Die Zeremonie festlegen

Eine feierliche Rede, ein Ständchen auf der Gitarre: Die Beisetzung im Wald kann frei und individuell gestaltet werden, sie kann mit oder ohne kirchlichen Beistand stattfinden. Sie können entscheiden, was zu Ihnen passt. Häufig beginnt eine Trauerfeier am Andachtsplatz. Von dort aus begleitet der Förster die Freunde und Angehörigen mit der Urne zur Grabstelle.

Tipp 5: Keine Sorge wegen der Grabpflege

Im Waldfriedhof sind die Gräber immer ordentlich gepflegt. Hier gibt es keine Blumen und keinen Grabschmuck. Allein die Natur dekoriert mit ihrem Wechsel der Jahreszeiten immer wieder neu. Ein Namensschild am Baum weist auf den Beisetzungsplatz hin.

Tipp 6: Die Vorsorge richtig ordnen

Es ist gut zu wissen, dass alle wichtigen Dokumente ordentlich abgelegt sind, damit die Angehörigen im Todesfall alles parat haben. Dafür empfiehlt sich ein Vorsorgeordner. Hier kann alles gebündelt werden: Betreuungs- und Patientenverfügung, persönliche Daten, Anleitungen für den Krankheits- und Todesfall, das Testament und weitere Dokumente wie den Vertrag über den Baum.